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Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp)

Deutsche Parkettbranche verzeichnet AbsatzrĂŒckgang

22.05.2023

Deutsche Parkettbranche verzeichnet AbsatzrĂŒckgang

 

Berlin/Bad Honnef. Die deutsche Parkettbranche sieht sich nach einem von Turbulenzen geprĂ€gten geopolitischen Krisenjahr neuen Herausforderungen auch im Außenhandel gegenĂŒber. Das wurde bei der Bekanntgabe neuer Marktdaten des Verbandes der Deutschen Parkettindustrie (vdp) im Rahmen der Mitgliederversammlung in Berlin am 12. Mai deutlich. „Angesichts der aktuellen Situation an den MĂ€rkten gilt es, die Vorteile des Parketts von hierzulande heimischen Herstellern gegenĂŒber Handel und Verbrauchern noch deutlicher klarzumachen”, erklĂ€rte der vdp-Vorsitzende Michael Schmid.

 

Der Umsatz der vdp-Mitgliedsfirmen in Deutschland erhöhte sich laut verbandsinterner Umfrage 2022 gegenĂŒber dem Vorjahr um 6,0 Prozent auf 274,4 Millionen Euro. Ausschlaggebend fĂŒr das Wachstum war die Entwicklung im ersten Halbjahr. Zudem war die Umsatzsteigerung geprĂ€gt von Verteuerungen in der Lieferkette und hohen Energiepreisen, was zu höheren Kosten beitrug. Gleichzeitig verringerte sich allerdings der Parkettabsatz der vdp-Mitgliedsfirmen in Deutschland 2022 gegenĂŒber dem Vorjahr um 11,7 Prozent auf 7,7 Millionen Quadratmeter (Mio. qm). „Nach den schwunghaften RenovierungsaktivitĂ€ten der Menschen in Deutschland wĂ€hrend der Pandemie hat sich die Lage nach Kriegsbeginn in der Ukraine stark gewandelt. Im Zuge des Abschwungs in der Bauwirtschaft bekommt unsere Branche zunehmend Gegenwind zu spĂŒren”, erklĂ€rte vdp-Vorsitzender Michael Schmid. Auch andere BodenbelĂ€ge haben allerdings mit MarktrĂŒckgĂ€ngen zu tun. „Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland macht der Parkett-Branche zu schaffen, aber auch der Importdruck”, stellte Schmid fest. So verschĂ€rfte sich der AbsatzrĂŒckgang im ersten Quartal 2023: GegenĂŒber dem entsprechenden Vorjahresquartal sank der Parkett-Absatz der vdp-Mitgliedsfirmen von Januar bis MĂ€rz 2023 laut Verbandsumfrage um 36,4 Prozent, der Umsatz fiel um 29,7 Prozent auf 51,2 Mio Euro. Leicht ĂŒberdurchschnittliche RĂŒckgĂ€nge wurden beim Mehrschichtparkett als mit Abstand wichtigster Produktsparte verzeichnet.

 

 

Warnung vor Schieflagen im Wettbewerb

VerschĂ€rfend zur schwierigen Lage im Immobilienbereich gesellen sich massiv gestiegene Parkett-Einfuhren, insbesondere aus Fernost. So erhöhten sich laut Statistischem Bundesamt allein Deutschlands Importe von Mehrschicht-Parkett aus China im Kalenderjahr 2022 auf 9,2 Mio. qm, nach rd. 7 Mio qm im Vorjahr. Die gesamten Einfuhren an Parkett nach Deutschland stiegen binnen Jahresfrist um rund 10 Prozent auf 22,3 Mio qm. Hingegen fielen die deutschen Exporte um rd. 3 Prozent auf 10,1 Mio. qm Parkett. Dabei gingen weit mehr als 40 Prozent der deutschen Ausfuhren an Parkett in die drei NachbarlĂ€nder Österreich, Schweiz und Frankreich, mit denen die deutsche Parkettwirtschaft traditionell eng verbunden ist.

 

Vorstand im Amt bestÀtigt

Angesichts der volatilen Lage an den RohstoffmĂ€rkten und im Außenhandel erneuert der vdp seine Warnung vor Schieflagen im internationalen Wettbewerb. Die kĂŒnftige Außenhandelsentwicklung und ihr handelspolitischer Rahmen seien genau im Auge zu behalten. „Die Vorteile des Naturprodukts Parkett kommen mit Holz aus Europa voll zum Tragen. Verbraucher sollten beim Kauf nach heimischer Ware aus unseren Landen fragen“, appelliert der vdp-Vorsitzende Michael Schmid. Ebenso wie seine drei Vorstandskollegen wurde er in Berlin fĂŒr eine weitere zweijĂ€hrige Wahlperiode im Amt bestĂ€tigt.

 

Bildmaterial:

Bild: Der Vorstand des vdp (von rechts): Volker Kettler, Dr. Peter Hamberger, Michael Schmid, Bernhard ter HĂŒrne. Bildquelle: vdp





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