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Außenhandel der deutschen Möbelindustrie

Die deutsche Möbelindustrie blickt auf eine positive Entwicklung der Branchenexporte in den vergangenen Jahren zurück. Lag die Industrieexportquote – dies ist der Anteil der direkten Möbellieferungen ins Ausland am Gesamtumsatz der Branche – im Jahr 2000 noch bei 16,3 Prozent, so konnte diese bis zum Jahr 2021 auf 32,2 Prozent gesteigert werden. Somit erwirtschaften die deutschen Möbelhersteller im Durchschnitt fast ein Drittel ihres Umsatzes auf ausländischen Märkten.

Bei einem gesättigten und langfristig schrumpfenden Inlandsmarkt wird die Stärkung der Exportfähigkeit zu einer Überlebensfrage für die Branche. Dies zum einen aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland, die zu eher weniger Gesamtbevölkerung und zu einer immer älter werdenden Bevölkerung führt. Zum anderen hat sich das Verhältnis der in Deutschland verkauften Möbel aus deutscher Produktion zu Gunsten der aus dem Ausland importierten Möbel in den vergangenen zwei Jahrzehnten drastisch verändert. Der Anteil hierzulande verkaufter ausländischer Möbel (ohne Möbelteile) beläuft sich heute auf fast 53 Prozent.

Das Außenhandelsdefizit der deutschen Möbelindustrie betrug im Jahr 2021 rund 1,8 Milliarden Euro und erhöhte sich damit im Vorjahresvergleich um 37 Prozent.  Dabei nahmen der Möbelausfuhren um rund 15 Prozent und die Möbeleinfuhren um 18 Prozent zu. Der Export muss in den kommenden Jahren deutlich ausgeweitet werden, um die Stellung der deutschen Möbelindustrie zu festigen.


Deutsche Möbelexporte 2021 gestiegen

Möbel „Made in Germany“ sind im Ausland besonders beliebt. Mittlerweile geht knapp jedes dritte Möbel (32,2 Prozent) aus deutscher Produktion in den Export. Im Jahr 2021 legten die Verkäufe ins Ausland um knapp 15 Prozent auf fast 8,4 Milliarden Euro zu. Besondere Dynamik entwickelte dabei der größte Exportmarkt Frankreich mit einem Ausfuhrplus von annähernd 26 Prozent. Auch die anderen wichtigen Märkte in Europa zeigten eine positive Tendenz. So konnten wir in die Schweiz rund 9 Prozent und nach Österreich und in die Niederlande jeweils rund 13 Prozent mehr absetzen. Auf dem britischen Markt gab es nach der Unterzeichnung des Handelsabkommens mit der EU einen kräftigen Zuwachs von 16 Prozent. Der wichtigste außereuropäische Markt für deutsche Möbelhersteller sind nach wie vor die USA, wohin Möbel im Wert von 252 Millionen Euro verkauft wurden (plus 13 Prozent).